An dieser Stelle finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen aller Art, die im Zusammenhang mit unserer Praxis oder mit der Radiologie im Allgemeinen stehen. Sollten Sie darüber hinaus etwas nicht verstehen oder sonst irgendwelche Fragen haben, stehen wir gerne für Sie bereit.
Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist ein Verfahren, das mit Magnetfeldern und Radiowellen Schnittbilder Ihres Körpers erzeugt. Die Magnetresonanz-Tomographen (MRT) werden nach der Stärke des Magnetfeldes eingeteilt, die sie erzeugen. Die Maßeinheit ist Tesla (nach dem kroatischen Physiker Nikola Tesla, 1856 bis 1943). In den 30 Jahren, in denen MRT in der Medizin eingesetzt werden, wurden immer stärkere Magnete entwickelt. Waren früher 0,5 Tesla üblich, sind heute 1,5 Tesla-Geräte gebräuchlich. Zum Vergleich: Das Erdmagnetfeld hat eine Stärke von etwa 50 Millionstel Tesla.
Besonders gut im Bild darstellbar sind dabei Weichteilgewebe wie Gehirn und innere Organe. Die MRT wird immer dann eingesetzt, wenn Verfahren mit Röntgen oder Ultraschall keine klaren Aussagen liefern können oder wenn dynamische Prozesse, wie etwa Stoffwechselvorgänge im Gehirn, untersucht werden sollen.
Ein MR-Scanner besteht aus einem ringförmigen Magnettunnel, einem Radio sender und -empfänger, der um die untersuchte Körperregion gelegt wird und einem Lagerungstisch, auf dem Sie durch den Magnettunnel gefahren werden. Die Steuerung der Untersuchung erfolgt an einem Bedienplatz außerhalb des MRT-Raums. Die gewonnenen Schnittbilder werden am Monitor dargestellt und können auf Filme ähnlich wie bei CT- oder Röntgenaufnahmen belichtet werden.
Wenn Sie auf der Liege liegen, werden die Radiospulen platziert oder auf Sie gelegt. Abhängig von der untersuchten Körperregion wird Ihnen evtl. vorher ein Kontrastmittel gespritzt, um besondere Körperstrukturen sichtbar zu machen. Anschließend werden Sie auf dem Tisch durch den Magnettunnel gefahren. Bitte lassen Sie sich durch die Klopfgeräusche, die das System macht, nicht irritieren. Der Untersuchungsvorgang wird mehrmals wiederholt und dauert etwa 20 Minuten.
Entscheidend bei der MRT sind die allgegenwärtigen Wasserstoffatome (besser: Protonen), z. B. in Körperflüssigkeiten und in Fettgewebe. Durch das Magnetfeld, dass etwa 20.000 mal stärker ist als das Erdmagnetfeld, werden die magnetischen Eigenschaften der Protonen, die Spins, ausgerichtet. Wird nun den Protonen zusätzliche Energie in Form eines Radioimpulses, typische Frequenzen liegen bei 50 MHz, zugeführt, kippen einige Spins in einen energiereicheren Zustand und kehren unter Energieabgabe rasch wieder in den Ursprungszustand zurück.
Das so erzeugte MR-Signal hängt von der chemischen Umgebung der Protonen ab (z. B. Fett, Muskel, Liquor, Blut) und kann vom Computer in Grauwertbilder umgesetzt werden. Dabei wird die untersuchte Körperregion in schmale Schichten "zerlegt" und einzelne winzige Volumenelemente gemessen, denen dann jeweils ein Grauwert zugeordnet wird.
Um eine exakte räumliche Zuordnung eines Signals zu erhalten, werden zusätzliche Magnetfeldgradienten in den drei Raumrichtungen angelegt. Durch geschickte Filterung der MR-Signale und durch verschiedene Techniken für Magnetfeld und Radiopuls lassen sich unterschiedliche Gewebearten extrem detailreich darstellen und so Veränderungen, z. B. durch Tumoren oder am Herzen, gut diagnostizieren.
"CT" ist die Abkürzung für Computer-Tomographie. Die CT ist ein Röntgendiagnoseverfahren, das im Gegensatz zu klassischen "Durchleuchtungen" dreidimensionale digitale Informationen aus dem Körper liefert. Die Röhre-Detektoren-Einheit in der Gantry rotiert schrittweise oder permanent (Spiral-CT) um Ihren Körper, der auf dem Tisch vorgeschoben wird. Erfasst werden so Körperschichten von 0,5 bis 5 mm mit bis zu 64 Schichten gleichzeitig. Rotationszeiten von nur 0,4 Sek. sind möglich, was besonders bei der Untersuchung bewegter Organe (Herz, Lunge, Darm) von Vorteil ist.
Die Röntgenstrahlen werden in Ihrem Körper entsprechend der Dichte des Gewebes geschwächt, vom Detektor erfasst, elektronisch aufbereitet und im Computer in Grauwerte umgerechnet. Durch die sogenannte Fensterung lassen sich unterschiedliche Gewebearten (z.B. Lunge, Knochen, Weichteile) besonders detailreich darstellen. Mit mathematischen Verfahren können beliebige Schnitte und dreidimensionale Bilder berechnet werden.
Die CT wird angewandt, wenn Ihr Arzt genauere Informationen benötigt, die herkömmliche Röntgenuntersuchungen nicht liefern können. Ein besonderer Vorteil der CT sind die kurzen Untersuchungszeiten auch bei großen Untersuchungsbereichen.
Die Erkennung von Infarkten, Kopfverletzungen, Bandscheibenvorfällen, Abszessen.
Die Lokalisierung von Frakturen (Knochenbrüchen).
Die Bestimmung der Schwere von Verletzungen an Knochen und Weichteilen bei Traumapatienten; speziell in solchen Fällen ist ein bildgebendes Verfahren, das eine schnelle Erstdiagnose ermöglicht, sehr hilfreich.
Die Diagnose von krankhaften Veränderungen in verschiedenen Organen.
Die Untersuchung des Herzens und der Herzkranzgefäße.
Die Früherkennung von Lungen- und Darmkrebs.
Mit Hilfe der Computertomographie kann der Arzt einen Blick in die Herzkranzgefäße werfen, ohne dass er dazu einen Katheter einführen muss.
CT ermöglicht detailgetreue dreidimensionale Abbildungen vom Inneren des Herzens und von anderen Körperteilen.
Die virtuelle Endoskopie, eine computeranimierte Fahrt durch Blutgefäße und Körperhohlräume, zeigt dem Arzt beispielsweise den Zustand der Darmwände, ohne interventionellen Eingriff.
Ein CT-Scanner besteht aus einem kurzen Ringtunnel (Gantry), in dem ein System aus Röntgengenerator und Detektoren um Ihren Körper rotiert und dabei Querschnittaufnahmen erstellt. Die Steuerung der Untersuchung erfolgt an einem Bedienplatz außerhalb des CT-Raums. Die gesammelten Informationen werden in einem Computer in einzelne Schnittbilder umgerechnet und können am Monitor dargestellt und auf Filme ähnlich wie bei Röntgenaufnahmen belichtet werden.#
Während der Aufnahmen liegen Sie auf einem Lagerungstisch, der durch die Gantry-Öffnung gefahren wird. Eventuell wird Ihnen ein Kontrastmittel gespritzt, das bestimmte Strukturen Ihres Körpers deutlicher sichtbar macht. Die eigentliche Messzeit beträgt jeweils nur einige Sekunden.
Während Sie sich in der Gantry befinden, dreht sich das Röntgenstrahlsystem 360 Grad um Sie herum und macht dabei äußerst detaillierte Querschnittsaufnahmen von Ihrem Körper. Aus den gewonnenen Daten errechnet der Computer anschließend so genannte Ergebnisbilder. Auf diese Weise kann das Innere Ihres Körpers sehr zuverlässig und genau dargestellt und anschließend befundet werden.
Fachleute sprechen bei der CT-Untersuchung nicht von einer Bildaufnahme, sondern von einem "Scanning". Beim Scannen handelt es sich um ein computergesteuertes, elektronisches Verfahren, vergleichbar mit der digitalen Fotografie. Aber ob Sie es nun Scan oder Bild nennen: Am Ende der Untersuchung haben Sie und Ihr Arzt eine ungemein genaue Abbildung vom Innenleben Ihres Körpers vor Augen.
Vor Untersuchungen des Gehirns, der Halsweichteile sowie des Brust- und Bauchraums wird Ihnen vielleicht ein Kontrastmittel verabreicht. Diese Maßnahme trägt zur Verbesserung der Untersuchungsergebnisse bei, der Arzt kann das CT-Bild leichter und besser beurteilen. Die meisten Menschen vertragen das Kontrastmittel problemlos und spüren lediglich ein schnell vorübergehendes Wärmegefühl.
Da das Kontrastmittel Jod enthält, das bei einigen Menschen allergische Reaktionen hervorruft, sprechen Sie bitte vorher mit Ihrem Arzt über eventuell bestehende Allergien. Falls Sie sich während der Untersuchung unwohl fühlen, können Sie jederzeit das CT-Team ansprechen. Dafür ist in modernen Geräten eigens eine Sprechanlage eingebaut.
Eine allgemein gültige Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Denn die Dauer einer Computertomographie hängt davon ab, welche Körperregion untersucht wird. Auch wenn die eigentlichen Aufnahmen an einem modernen Spiral-CT innerhalb weniger Sekunden entstehen, müssen Sie mit einer Untersuchungsdauer von insgesamt 15 bis 30 Minuten rechnen. Der Einsatz eines Kontrastmittels verlängert die Untersuchung. Wenn Sie es beispielsweise trinken müssen, um den Darmtrakt einzufärben, liegt zwischen Verabreichung des Mittels und der eigentlichen Computertomographie in der Regel etwa eine Stunde.
Eine CT-Untersuchung ist absolut schmerzfrei und erfolgt ohne Eingriff in den Körper. Moderne CT-Systeme arbeiten mit geringst möglicher Strahlendosis und kürzester Untersuchungszeit. Dadurch wird die Strahlenbelastung für Sie und das ärztliche Personal besonders niedrig gehalten.
Bitte weisen Sie in jedem Fall auf eine bestehende Schwangerschaft hin und besprechen Sie Medikamentenallergien mit dem Arzt, damit gegebenenfalls ein geeignetes Kontrastmittel gewählt werden kann.
Ihre Kooperation ist erforderlich, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Bitte sprechen Sie mit dem Arzt, der Sie zur CT überweist. Er informiert Sie genau darüber, wie Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten können. Eine Schwangerschaft sollten Sie Ihrem Arzt unbedingt mitteilen. Genau wie andere Röntgenuntersuchungen darf auch eine Computertomographie während der Schwangerschaft wegen der Strahlenbelastung nicht durchgeführt werden.
Hier noch einige allgemeine Tipps:
Wenn Sie Aufnahmen früherer Untersuchungen (auch Röntgenbilder) haben, bringen Sie diese bitte mit.
Bei Untersuchungen des Kopfes und des Halses: Schmuck, Haarspangen, Brille, Hörgerät und Zahnprothese bitte ablegen oder gleich zu Hause lassen.
Bei Untersuchungen der Bauchregion: Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, wie viele Stunden vor der Untersuchung Sie keine Nahrung mehr zu sich nehmen sollten.
Wenn bei Ihnen ein Kontrastmittel verwendet wird: Trinken Sie ein bis zwei Stunden vor und nach der Untersuchung ausreichende Mengen an Flüssigkeit.
Außerdem müssen Sie den Arzt auf alle Fälle wissen lassen, ob Sie früher schon eine allergische Reaktion auf Kontrastmittel, Jod oder Schalentiere hatten oder ob Sie unter Asthma leiden.
Wenn Sie Diabetes haben oder Medikamente nehmen: Teilen Sie dies bitte dem Radiologen oder seinen Mitarbeitern mit.
Bei Untersuchungen des Halsbereiches: möglichst nicht schlucken.
Bei Untersuchungen von Bauch- und Brustraum: die Anweisung "Bitte 15 bis 20 Sekunden lang den Atem anhalten" unbedingt befolgen, ansonsten werden die Bilder unscharf.
Der Radiologe analysiert die Aufnahmen und schickt einen Bericht mit seinem Befund an Ihren Haus- oder Facharzt. Dieser bespricht dann mit Ihnen die Ergebnisse der Untersuchungen und informiert Sie über die weitere Vorgehensweise.
Die Nuklearmedizin umfasst die Anwendung leicht radioaktiver Substanzen in der Medizin zur Untersuchung der Funktion von Organsystemen. Hierbei werden Stoffwechselvorgänge sichtbar gemacht mithilfe von leicht radioaktiven Stoffen (Tracer), die dem Patienten zum Beispiel in die Blutbahn gespritzt werden. Das führt zu unterschiedlich langen Wartezeiten, die zwischen 20 Minuten und 1 Stunden liegen können. Die leicht radioaktiven Stoffe beteiligen sich dann an dem Stoffwechselvorgang der zu untersuchenden Organe. Die von dem Tracer ausgehenden Gammastrahlen werden dann während oder nach dem Stoffwechselvorgang von einer speziellen Kamera (Gamma-Kamera) sichtbar gemacht, die Sie berührungsfrei und schmerzlos abtastet. Die erzeugten Bilder nennt man Szintigramm.
Als Gammastrahlen bezeichnet man durchdringende elektromagnetische Strahlung aus radioaktivem Zerfall. Gammastrahlung entsteht als Folge radioaktiver Kernumwandlungen oder bei der Vernichtungsstrahlung.
Im Gegensatz zu Röntgenbildern, bei denen die Röntgenstrahlen von außen auf und durch den Körper geleitet werden, treten bei nuklearmedizinischen Untersuchungen die Strahlen von den leicht radioaktiven Stoffen im Körper aus dem Körper des Patienten heraus.
Insgesamt ist die Strahlenbelastung für den Patienten aber trotzdem bei den meisten nuklearmedizinischen Untersuchungsverfahren geringer als z.B. bei der CT-Untersuchung des Bauches oder der Lunge.
Die nuklearmedizinischen Untersuchungen sind ungefährlich und wenig belastend. Die meisten Patienten weisen keine Beschwerden auf und Wechselwirkungen mit Medikamenten bestehen nicht.
In den meisten Fällen stellt sich nach der Behandlung eine normale Stoffwechsellage ein. Bei einigen Patienten kann es jedoch vorkommen, dass eine Schilddrüsenunterfunktion auftritt, die mit Tabletten behandelt werden muss. Diese Tabletten müssen lebenslang eingenommen werden, um das fehlende Schilddrüsenhormon zu ersetzen, dass eine normale Stoffwechsellage gewährleistet.
Die körperliche Leistung und das Wohlbefinden werden dadurch aber nicht beeinträchtigt.
Die Dauer ist abhängig von der Art der Untersuchung. Die Schilddrüsenuntersuchung ist in der Regel nach 30-45min abgeschlossen, einschließlich der Ultraschalluntersuchung und der Szintigraphie.
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